Uffmucke 

Uffmucke ist eine mobile Konzertreihe, die leerstehende Wirtshäuser im Landkreis Tuttlingen temporär in kulturelle Spielorte verwandelt. Ziel des Projekts ist es, zeitgenössische Livemusik mit der Reaktivierung historischer Sozialräume zu verbinden und dadurch neue Formen kultureller Teilhabe im ländlichen Raum zu schaffen.

Im Mittelpunkt stehen Gebäude, die über Jahrzehnte zentrale Treffpunkte waren und heute weitgehend ungenutzt sind. Durch ortsspezifische Konzertformate werden diese Räume neu aktiviert und als Orte der Begegnung, des Austauschs und der gemeinschaftlichen Erfahrung erlebbar gemacht.

„Uffmucke“ ist die schwäbische Version des Verbs „aufmucken“ und bedeutet im Dialekt so etwas wie „frech aufbegehren“. Auf zweiter Ebene markiert „Mucke“ aber auch ein Synonym für Musik – et voilà: Wir wollen aufspielen, frech und frisch, mit Rückenwind, Mut und offenen Herzen.



Über uns


das netz ist eine Literaturzeitschrift mit Geschichte und Gegenwart. Gegründet in den 1960er Jahren in Tuttlingen, stand das Heft früh für literarische Experimente, offene Formen und den Austausch jenseits etablierter Zentren. In den Jahren der Pandemie wurde das netz wiederbelebt – als bewusster Akt kultureller Kontinuität und als Reaktion auf eine Zeit, in der Räume für Begegnung, Kunst und Diskussion brüchig geworden sind.

Heute erscheint das netz unregelmäßig und versteht sich weniger als klassische Zeitschrift denn als Plattform: für Literatur, für performative Formate, für kollektive Prozesse und für das Zusammendenken von Text, Ort und Publikum. Organisatorisch ist das netz an den Kulturkasten e. V. Tuttlingen angebunden und arbeitet eng mit regionalen wie überregionalen Akteur:innen der freien Kulturszene zusammen.

Mit neuer personeller Besetzung richtet sich der Blick seit 2025 verstärkt nach vorn. Ziel ist es, in Tuttlingen und darüber hinaus zeitgenössische Literaturveranstaltungen zu etablieren, die bewusst niedrigschwellig, experimentell und diskursiv angelegt sind. Lesungen werden dabei als soziale Ereignisse verstanden: als Orte des Austauschs, der Irritation und der gemeinschaftlichen Erfahrung.

das netz arbeitet spartenübergreifend, ortsbezogen und kollektiv. Im Zentrum steht der Wunsch, kulturelle Praxis im ländlichen Raum sichtbar, erfahrbar und verhandelbar zu machen – experimentell, solidarisch und offen für neue Allianzen.



Mission und Ziele


Uffmucke verfolgt einen kuratorischen Ansatz, der musikalische Qualität mit Nähe und Raumatmosphäre verbindet. Intime Konzertformate, reduzierte technische Setups und genreübergreifende Acts schaffen unmittelbare Publikumserlebnisse jenseits klassischer Bühnenstrukturen.

Gleichzeitig stärkt das Projekt die kulturelle Versorgung kleinerer Gemeinden und Ortsteile. Professionelle Livemusik wird dorthin gebracht, wo entsprechende Angebote bislang selten stattfinden. Dadurch werden neue Publikumsschichten erreicht und niedrigschwellige Zugänge zu Kulturangeboten geschaffen.

Leerstand als Ressource Ein zentrales Anliegen von Uffmucke ist die kulturelle Zwischennutzung leerstehender Gebäude. Leerstand wird dabei nicht als Mangel, sondern als Potenzial verstanden. Die temporäre Bespielung zeigt alternative Nutzungsmöglichkeiten auf und setzt Impulse für langfristige kulturelle und gemeinwohlorientierte Nachnutzungen.

Durch flexible, mobile Produktionsstrukturen ist das Format auf unterschiedliche Objekte übertragbar und als Modellprojekt für ländliche Kulturarbeit skalierbar.


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